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VON HARRIET OERKWITZ
15. JULI 2011

Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt

Bettina Sahling sammelt und archiviert gute Nachrichten in "newslichter"

Quelle: Bettina Sahling

Der Terminus „Mozart-Effekt“ meint die Diskussion zahlreicher Wissenschaftler, die darüber streiten, ob das Hören von Mozartmusik zu einer Verbesserung der Gehirnleistung führt. Aktuell machen weder Studien noch Forschungsergebnisse verifizierte Aussagen darüber, warum welche Musik auf welchen Rezipienten in welchem Moment unter welchen Umständen wie wirkt (Anmerkung mit Augenzwinker: Das ist ein schwieriger Satz). Verschieden ist unser Erleben mit Musik. Unterschiedlich sind unsere Geschmäcker. Und so achtet jeder auf sich und sein Wohlsein beim Singen und Klingen.

Ähnlich selektiert Bettina Sahling. Keine Musik, sondern gute Nachrichten sammelt und archiviert sie. Gemeinsam mit freien Autoren rückt die Eine-Frau-Redaktion des Magazins „newslichter“ nachhaltige, inspirierende und motivierende Meldungen über Menschen und Projekte ins mediale Licht: „Ich beobachtete eine Schieflage in den klassischen Nachrichten. Überproportional breitet sich das schlechte Gefühl aus, dass irgendetwas in dieser Welt schief läuft. Dabei gibt es viele Menschen, die tolle Ideen und Impulse haben, über die aber niemand berichtet, denen schlichtweg die Lobby fehlt“, so Bettina Sahling. Inspiration hat die Hannoveranerin bei Pippi Langstrumpf gefunden: „Es gibt so viele gute Sachen auf der Welt. Es ist wirklich wichtig, dass jemand sie findet!”

Passend wäre auch Pippis Liedzeile: „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.“ Bettina Sahling kreiert den Raum der „newslichter“ in einer Zeit des persönlichen Umbruchs und spürt eine starke Sehnsucht, ihre Welt schöner zu machen, glücklicher zu sein. „Die Arbeit an dem Magazin erlebe ich als Berufung. Es gibt Dinge, wie die technischen und wirtschaftlich-finanziellen Herausforderungen, die mir weniger Spaß machen. Aber ich zweifele keinen Tag daran, aufzuhören oder etwas anderes zu tun.“

Es ist ihre Herzensangelegenheit geworden, sich mit Menschen zu verbinden, die sich nachhaltigen, ökologischen und spirituellen Themen öffnen. Schnell ist klar, ob die Schwingungen stimmen, ob man sich in der Idee – das Feld der guten Nachrichten zu vergrößern – versteht. „Ich will niemanden mit dieser Vision überreden. Ich versuche auch nicht, ein umfassendes Magazin im reinem politischen und journalistischen Format zu machen.“

Sie hat erfahren, dass ihre Leser jene Artikel und Beiträge honorieren und kommentieren, die besonders persönliche Stellungnahmen und Gedanken beinhalten: „Wir wollen aneinander erkennen. Was fühlst du? Was denkst du wirklich? Genau da wird es spannend, da wirst du besonders.“ Die Geschichten sind weniger stringent, sie berühren aber, machen Mut, schenken Hoffnung.

Seit Oktober 2009 pflegt Bettina Sahling ihr Netzwerk aus freien Mitarbeitern, Befürwortern und Unterstützern: 20.000 Besucher klicken sich pro Monat durch ihre Rubriken, wie z. B. „Inspiration“, Leben“, „Heilung“, „Zeitqualität“, - zwei Drittel Frauen, ein Drittel Männer. Fünf bis sechs Mails erreichen Bettina Sahling am Tag als so genanntes "Newslicht", also Vorschläge und Hinweise zu interessanten Projekten und Menschen. Rund 100 Menschen haben sich für ein freiwilliges Abo der „newslichter“ entschieden. „Arbeit sucht Einkommen.“ Bettina Sahling lacht. „Am liebsten würde ich meine Arbeit verschenken oder als Tausch anbieten. Aber das funktioniert so natürlich nicht.“ Unterstützung ist dringend erforderlich. Unterstützer sind herzlich willkommen.

Fleißig recherchiert Bettina Sahling jeden Tag mehrere Stunden und surft intuitiv durch das Netz. Da, wo sie Resonanz spürt, da fühlt sie sich richtig, da wird weiter gestöbert und verlinkt. Damit die virtuelle Welt des Internets sie nicht gänzlich aufsaugt oder sie „bissle komisch“ wird, sucht sie in der Natur Ausgleich und Erholung. „Das Plätschern von Wasser – Ebbe und Flut – und der weite Blick bringen mich wieder in die reale Welt zurück. Diese besondere Form der Stille ist magisch.“

Zurück zu Pippi Langstrumpf und dem Wunderkind Wolfgang Amadeus Mozart: Was haben sie mit dem Magazin „newslichter“ zu tun? Professor Rüdiger Steinlein, Spezialist für Märchen und Kinderliteratur, bringt es in seinem Vortrag „Warum gibt es Kinderbücher“ an der Humboldt-Kinder-Uni in Berlin auf den Punkt: Wenn die Erwachsenen die ungerechte Welt nicht ändern können, dann müssen die Kinder helfen, indem sie sich kameradschaftlich und ehrlich verhalten, visionär und mutig handeln. Kinderbücher sind dafür da, dass junge Menschen darüber etwas lernen und dabei Spaß haben.

„newslichter“ ist ein modernes, visionäres Kinderbuch - von Erwachsenen für Erwachsene.

Ich bin Unterstützer: Das Konzert der Stille ist und bleibt in meiner Wahrnehmung ein Geschenk an die Welt. Für die hochwertigen Gastbeiträge und für die oftmals umfangreichen Programmier-Leistungen bemühe ich mich stets um einen Wertausgleich. Wer mir dabei helfen möchte, den bitte ich um seine frEURO auf das Konto Harriet Oerkwitz/ Konzert der Stille, bei der DKB 120 300 00, Kontonummer 1012644777, Betreff: „Ich bin Unterstützer“. Da das Konzert der Stille nicht als gemeinnützige Organisation bewertet wird und somit nicht die Voraussetzung der § 68 ff der Abgabenordnung erfüllt, stelle ich keine Spendenbescheinigungen aus.
VERÖFFENTLICHT IN
SCHLÜSSELWÖRTER 
NEWSLICHTER, BETTINA SAHLING, KINDERBÜCHER, MOZART, PIPPI LANGSTRUMPF
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