Pst! Pssst! Pssssssssst!
Gedanken zu einem internationalen Klang
„PST!“ – Du bist kein Wort, eher eine Anordnung. Deinen drei Konsonanten folgt ein Ausrufezeichen. Bestimmt.
„PST!“ – Du bist ein Geräusch, indem der Atem von der Zungenspitze durch die fest zusammengedrückten Lippen hinausgeschleudert wird und zwischen den Schneidezähnen nachklingt. Wirkungsvoll.
„PST!“ – Du bist ein Lautbild. Legt sich die Stirn in Falten, schiebt sich die Augenbraue hoch, verriegelt der Zeigefinger die Lippen, malt der gesamte Körper mit. Eindrücklich.
Du bist ein Impuls, eine Zäsur, eine Aufforderung: „PST!“ Je nach Kontext richte ich meine Augen und Ohren gespannt auf das, was Du meinen magst.
„PST!“ – Du bist ein Wunsch nach Stille und Ruhe: „Höre auf, mich zu stören.“
„PST!“ – Über Dich weghören, ist unmöglich: „Sei achtsam, aufmerksam und horche zu.“
„PST!“ – Die Funktion eines Sonars ist Dir nicht fremd: „Hier bin ich. Suchst Du mich?“
Die Stille einläuten oder aus einer Starre lösen: Vielseitig ist Dein Einsatz, fleißig bist Du. Zielsicher erreichst Du Reaktion: Ein zustimmendes Lächeln, ein trotziges Schmollen, ein interessiertes Aufschauen. Es ist erstaunlich, wie Du dabei so ganz und gar ohne Vokale auskommst.
Und wo Du überall herumkommst: „PST!“ – ein internationaler Klang. Ich verstehe Dich... in unterschiedlichen Situation... weit über die Grenzen meiner (Mutter-) Sprache hinaus... Du bewegst... mich... zu mir... „PST!“
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"Pssst" ist eine wirklich köstliche Buchstabenkonstellation.
Hier zwei lose Einwürfe:
"Pssst!" als Kombination aus Ortungs- und Lockruf, wenn Mamas/Papas ihre Kinder ran-psssssten.
Und "Pssst" als Schlüssel zu einem streng behüteten Geheimnis.








