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VON HARRIET OERKWITZ
11. SEPTEMBER 2011

Und plötzlich ist der Hirsch da

Almut Stühmeier druckt Schwingungen einer Klangschale auf Papier

Wasserbild mit Klangschalen
Foto: Harriet Oerkwitz

Auf dem 5. Klang-Kongress drehte sich an diesem Wochenende alles um Klangschalen: Im Fokus stand die Frage, wie man mit diesen Instrumenten professionell arbeitet und die Gesundheit fördert. Aus verschiedenen Arbeitsbereichen der Therapie, Medizin, Neurowissenschaft, Heilfachberufen und des Wellness wurde sich an diese Frage herangetastet. Es wurden Erfahrungen ausgetauscht, selbst probiert und nachgespürt.

Einen besonderen Platz auf dem Kongress kleidete Almut Stühmeier aus Gelsenkirchen. Ihr Stand zog mich magisch an. Klangschalen nutzt Almut Stühmeier für die Klangmassagen nach Peter Hess und für die Sterbehilfe. Die größte Freude bereitet ihr allerdings das Experimentieren mit deren Material: Sie kauft zerbrochene oder defekte Klangschalen auf und bearbeitet diese zu Schmuck. So entstehen Kettenanhänger und Broschen in Form von Fischen, Vögeln, Schmetterlingen, Engeln oder dem Mond. Strahlend räkeln sich diese auf dem dunklen Samt, zart gebogen neigen die Seitenkanten jedes Schmuckstückes in eine gemeinsame, gedachte Mitte.

Etwa drei Stunden dremelt und schleift sie das Metall in der Klangschalen-Werkstatt, verziert es mit feinen Seidenschleifen oder beklebt es mit Swarovski-Steinen. So wird der Schmuck zu einem besonderen Geschenk – nicht nur für die, die um die Bedeutung der Legierungen von Klangschalen wissen.

Klangschalen bestehen traditionell aus einer Legierung aus Kupfer und Zinn (oder Bronze). In alten Klangschalen wurden weniger gründlich raffinierte Metalle eingesetzt, so dass hier auch Eisen, Zink, Blei, Arsen und Antimon sowie Spuren von Silber, Gold, Selen und Tellur gefunden wurde.

Bei der Herstellung wird das Metallgemisch geschmolzen und in kleinen Mengen in Gussformen gefüllt. Aus dem flachen, runden Metall-Rohling wird die Klangschale unter Hitze in Form getrieben und anschließend poliert. Die handwerkliche Fertigung der Schalen wurde in der Himalaya-Region zwischen 1900 und 1940 fast völlig aufgegeben und erst in jüngerer Zeit auf Grund der westlichen Nachfrage wieder aufgenommen.

„Mit intakten Klangschalen würde ich nicht so arbeiten, das wäre mir nix“, so Stühmeier. „Neulich fiel mir ein Exemplar mit einer riesigen Blase in die Hand. Ich dremelte, schliff ab, dremelte wieder, doch der Werkstoff brach aufs Neue auseinander. Mir wurde klar, wie wichtig die professionelle, saubere Herstellung von Klangschalen ist. Es läuft sonst nicht rund.“

Wie sie auf die Idee gekommen sei? „Das ist meine Kreativität: Als Kind habe ich Klavier gespielt. Ich habe immer mit den Händen gewerkelt. Auf meinem Papier wollte jeder malen.“ Die Freude am Schöpfen und Probieren teilt sie in Seminaren und in Workshops. Dann klekst und matscht sie Farbe auf große Klangschalen im Wert von rund 1500 €, druckt und stempelt den Instrumentenboden auf Leinwände.

Ein Höhepunkt auf jedem Kindergeburtstag – „die Eltern versammeln sich als erstes am Basteltisch“ – sind ihre Wasserbilder: Behutsam tröpfelt Almut Stühmeier Ölfarben auf das Wasser einer gefüllten Klangschale, schlägelt die Schalen vorsichtig an und fängt die individuellen Mischungen und Farbverläufe mit Leinwandpapier auf. Es formen sich Hunde, Herzen, Gesichter, Landschaften: „Und plötzlich ist der Hirsch da.“

Jeder nimmt ein Unikat mit nach Hause. Für jeden wird sichtbar, was er bei einer Klangmassage auch spüren kann. Schwingungen. Bunte, leuchtende Schwingungen.

Mein Klangschalen-Wasserbild

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SCHLÜSSELWÖRTER 
KLANGSCHALEN, ALMUT STÜHMEIER, SCHWINGUNGEN, KLANG KONGRESS
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3 KOMMENTAR(E)

Hey Harriet!

Du bist ja schneller als es die Polizei erlaubt. Echt super, Deine Seiten.

Der Klangkongress war für mich ein großer Erfolg und Dir wünsche ich das ebenso.

Meinen Klangschalenschmuck kann demnächst im Senang und bei Jana gekauft werden. Kontaktieren kann man mich immer für einen besonderen Schmuck.

Kannst Du mich verlinken? www.klangschalen-werkstatt.de? Würde mich freuen!

Gruß Almut

AlmutStühmeier
am 
12. September 2011

Liebe Almut, tatü tata...

 

Das Verlinken zur Klangschalen-Werkstatt ist bereits im Text programmiert. Das Wort ist gold eingefärbt. Wenn Du mit der Maus darauf klickst, geht unmittelbar ein separates Fenster mit Deiner Homepage auf.

 

Magst Du uns an dieser Stelle die Kontaktdaten vom Senang und Jana verraten?

Es erspart den Lesern das Suchen. Herzlichen Dank!

 

Harriet

 

P.S. Ganz lieben Dank, dass Du mir mein Wasserbild nach Hamburg schickst. Ich hatte es beim Trocknen an Deinem Stand vergessen. Gern möchte ich es scannen.

 

Harriet Oerkwitz
am 
12. September 2011

Danke Almut:

 

Jana Hess

Uenzener Dorfstraße 71

27305 Uenzen

info(at)nepal-importe.de

 

Senang

Bodenhof 115

36129 Gersfeld/ Rhön

senang(at)peter-hess-institut.de

Harriet Oerkwitz
am 
13. September 2011

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