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VON HARRIET OERKWITZ
05. SEPTEMBER 2011

Von der Kunst anders zu denken

Mit Philosophin Natalie Knapp für mehr Lebensglück spielen

Natalie Knapp
Foto: Natalie Knapp

Spielen ist nicht nur etwas für Kinder. Ausprobieren, anfassen, daran riechen, schütteln, horchen: Spielen birgt die große Freiheit in uns, unsere Wahrnehmung zu erkunden. Unverfänglich. Wohlig. Dabei hat das Spiel auch immer den Hang zu etwas Wunderschönem, Kunstvollem, Lustvollem. Jedes Spiel ist ein grandioses, impulsives Experiment. Zart und intuitiv spüren wir unsere Beziehungen zu unserem Körper, zu unserem Spielfreund, zu unserem Innersten nach. Mit Leichtigkeit und Muße finden wir so die großen Schätze unseres Lebens.

Die Hamburger modern life school lädt regelmäßig zum Spielen ein. Gut, so formulieren die zwei Macherinnen Pia Schaf und Gaby Bohle es nicht. Sie wollen fernab der Oberfläche des Alltages mit ihren Schülern in „eine neue Welt tauchen und die Lücken zwischen Philosophie, Psychologie, Literatur, Kunst und Unterhaltung füllen.“ Auf ihre Einladung hin besuchte ich nun den Kurs „Von der Kunst anderes zu denken. Was wir von der Quantenphysik lernen können“ von der promovierten Philosophin Natalie Knapp. Ihre Buchvorlage „Der Quantensprung des Denkens“ erschien bereits im Juni im Rowohlt- Verlag.

Gleich vorweg: Gemeinsam haben wir viel gespielt, experimentiert und diskutiert. Praktisch und nah haben wir erforscht, was das Doppelspaltexperiment und die Unschärferelation ganz konkret mit unserer Arbeit, mit unserem Lebensgefühl, mit unseren Beziehungen zu unseren Eltern, Freunden oder Partner zu tun haben. „Wir sehen die Welt nicht, wir rekonstruieren sie. Und diese Welt verändert sich rasant, wird weniger plan- und berechenbar. Es ist wichtig, dass wir uns hier und jetzt zurechtfinden. Wir sollten uns zusammensetzen und gemeinsam reflektieren, was wirklich ist“, erklärt Natalie Knapp. „Die Natur zeigt uns in der Quantenphysik ihre Doppeldeutigkeit auf. Warum probieren wir es nicht auch, einmal anders oder in eine andere Richtung zu denken?“

Wir brauchen lediglich diesen einen Augenblick, der uns berührt, der Denkprozesse in Gang setzt, der uns bewusst macht: Wir können eigenverantwortlich entscheiden und konstruieren, in welcher Welt wir leben möchten. Die Reflektion eben dieses zündenden Moments kann ein Glücksmoment sein. „Was also muss ich tun, dass mir diese Welt, in der ich leben möchte, öfter begegnet?“, so Knapp.

Dem Materialismus adé. Das Leben können wir mit den eigenen Gedanken bereichern, indem wir unsere Sehgewohnheiten und Glaubenssätze - die eigenen und die kollektiven – hinterfragen. Ist das wirklich wahr? Was macht dieser Gedanke mit uns? Was wären wir, wenn wir diesen Gedanken nicht haben? „Jeder hat eine Stimme. Jeder ist gefragt“, Natalie Knapp wirbt so für mehr Toleranz und Menschlichkeit. Niemand wird ausgeschlossen. Wir fühlen uns alle verbunden.

Schaffen wir uns also (klingende) Variationen unserer Welt. Schauen wir uns um und lassen wir uns inspirieren. Spielen wir: Auf einem Konzert der Stille – bei einem Abend mit Meditation und Improvisation – oder in einem der Kurse in der modern life school. 

Ich bin Unterstützer: Das Konzert der Stille ist und bleibt in meiner Wahrnehmung ein Geschenk an die Welt. Für die hochwertigen Gastbeiträge und für die oftmals umfangreichen Programmier-Leistungen bemühe ich mich stets um einen Wertausgleich. Wer mir dabei helfen möchte, den bitte ich um seine frEURO auf das Konto Harriet Oerkwitz/ Konzert der Stille, bei der DKB 120 300 00, Kontonummer 1012644777, Betreff: „Ich bin Unterstützer“. Da das Konzert der Stille nicht als gemeinnützige Organisation bewertet wird und somit nicht die Voraussetzung der § 68 ff der Abgabenordnung erfüllt, stelle ich keine Spendenbescheinigungen aus.
SCHLÜSSELWÖRTER 
NATALIE KNAPP, QUANTENSPRUNG DES DENKENS, MODERN LIFE SCHOOL, GLÜCK
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